Aus Texten über Elsie Wyss


Zitate aus Texten über Elsie Wyss

[in Vorbereitung]

Das Modell als 'offenes' Kunstwerk

» ... Räumliches Schaffen hat diese Malerei immer begleitet. Vor einigen Jahren hat Elsie Wyss begonnen, ihre Bilder schräg an die Wand zu stellen, sie vollends zu räumlichen Gebilden werden zu lassen – und schließlich konsequenterweise zu malen aufgehört. Die Modelle, die seither im Zentrum ihrer Arbeit stehen, befinden sich in einem Schwebezustand zwischen bloßem Konzept und vollendetem Werk: Entwürfe, die dann je nach Standort in verschiedenen Materialien und Größen ausgeführt werden können – und zugleich schon ein erster Vorschlag für eine solche Ausführung.

Die in ihnen auf einmal so deutlich werdende Tendenz, das Kunstwerk experimentierend zu "öffnen", auf seine Umgebung, schließlich auch auf andere Disziplinen hin, war aber in der Arbeit der Künstlerin schon sehr früh angelegt.

Bereits die in den frühen siebziger Jahren entstandenen Reliefs aus leicht formbarem Walzblei waren nicht nur in sich geschlossene Bilder, sondern immer auch modellhafte Vorschläge für eine großangelegte, auf die umgebende Architektur eingehende Wandgestaltung: im Sinne einer "Kunst am Bau", die im intensiven Dialog mit Bauherrschaft und Architekten heranreift. ... «

Martin Kraft, 1996


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